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Kokosfett – ja oder nein?

Kokosfett – ja oder nein?

veröffentlicht am 07.05.2019

Kokosfett – ja oder nein?

Ein Artikel über Kokosfett war eigentlich schon längst überfällig nach der Veröffentlichung des erschienenen Artikels der American Heart Association (AHA) über Kokosfett, die darin ausdrücklich von der Einnahme von Kokosfett abrät: „Coconut Oil isn’t healthy, it’s never been healthy“. Was sollen wir nun tun? Die ketogene Diät rät uns gesättigte Fette zu essen und die AHA rät davon ab? Zudem rät die AHA auch noch anstelle von Kokosfett pflanzliche Fette zu essen. Was ist da denn los?

Was verursacht eigentlich kardiovaskuläre Erkrankungen?

Nun, wenn man die Studie genauer betrachtet, bemerkt man schnell, dass hier nicht sehr ins Detail gegangen wird. Der Artikel behauptet zum Beispiel Cholesterin sei grundsätzlich schlecht. Wir müssen hier allerdings zwischen dem vermeintlich schlechtem LDL und gutem HDL unterscheiden, wobei uns auch hier aber nur das oxidierte LDL Sorgen bereiten sollte. Und zur Oxidation kommt es beispielsweise durch Glykation (Reaktion von LDL mit Zucker) bzw. durch den Verzehr von verarbeiteten Lebensmitteln, die dazu führen, dass das LDL mit den entstehenden freien Radikalen reagiert und im Gewebe Schaden anrichtet.

LDL vs. HDL

Die Studie des AHA übersieht ausserdem komplett das HDL sowie die viel wichtigeren HDL:LDL Ratios.

„changes in HDL cholesterol caused by diet or drug treatment can no longer be directly linked to changes in CVD, and therefore, the LDL cholesterol-raising effect should be considered on its own.“

Studien zeigen aber eindeutig, dass HDL das Risiko von Herz-Kreislauf Erkrankungen (HKL) verringert und dass HKL nicht durch Cholesterin entstehen, sondern durch Entzündungsprozesse. Deswegen ist es doch mehr als unverständlich, weshalb die AHA diesen Aspekt außer Acht lässt. An einer Stelle erklärt die AHA, dass Kokosfett LDL erhöht (das ist nicht falsch, allerdings erhöht Kokosfett die großen unbedenklichen LDL Partikel) und dass die Einnahme von Kokosfett keine positiven Eigenschaften mit sich bringt (das ist nicht richtig). Zahlreiche Studien zeigen, dass Kokosfett HDL erhöht und dies zu positiven Veränderung bei HKL Erkrankten führt.

Gesättigte Fette vs. mehrfach ungesättigte Fette (PUFA)

In den 50er Jahren wurde angenommen, dass gesättigte Fette HKL auslösen könnten. Obwohl diese Vermutungen schon längst durch zahllose Studien widerlegt sind, ist der Irrglaube dennoch in den Köpfen einiger. Der Grund aber für HKL sind Entzündungen. Und um Entzündungen herunterzufahren sollte man eben eine Diet verfolgen, die keine Entzündungen oder freie Radikale produziert. Das bedeutet verarbeitete Lebensmittel, Zucker und einfache Kohlenhydrate sollten weitestgehend eliminiert und gesättigte Fette in Form von Butter und Kokosfett (gesättigte Fette sind sehr stabil und regieren nicht mit Sauerstoff, wie PUFAs) zugeführt werden.

Die AHA geht sogar noch einen Schritt weiter und rät PUFAs inform von Pflanzenölen zuzuführen. Wenn wir wissen, dass Entzündungen HKL auslösen und Pflanzenöle reich an Omega 6 Fettsäuren sind, die hochendzündlich sind, müssen wir uns doch wirklich fragen welches Ziel damit verfolgt wird. Zudem sind pflanzliche Fette reich an Linolsäure und die Datenlage zeigt eindeutig, dass der Ersatz von gesättigten Fetten mit beispielsweise Maiskeimöl das Risiko an HKL zu erkranken um 22% steigert, ganz abgesehen von den Pestiziden und Herbiziden (Glyphosat) in Pflanzenölen.

Kokosfett ist gesund!

Kokosfett ist mehr als gesund und ist die bevorzugte Quelle für qualitativ hochwertige Fette, die notwendig sind für ein langandauerndes gesundes Leben. Es unterstützt die Schilddrüsenfunktion, normalisiert Insulin und Leptin Funktionen und boostet den Stoffwechsel. Die MCTs (Medium Chain Triglycerides) in Kokosfett werden anders als längere Fette nicht über die Galle emulgiert, dann aufgespalten und absorbiert (und anschließend häufig in den Fettzellen gespeichert werden), sondern gehen direkt in die Leber, wo sie in Ketone umgeformt werden können und als exzellenter Energielieferant für Herz und Gehirn gelten.

Quelle: Functional Training Magazin

Von: Sebastian Dietrich